Love Exposure
Ai no mukidashi, Drama, Japan, 2008
- Regie: Sono Sion
- Darsteller: Takahiro Nishijima, Hikari Mitsushima, Sakura Ando
“Love Exposure“, Sono Sions großes und intensives 4 Stunden Machwerk ist eine narrative als auch substentiell visuelle Perfektionierung des Kunstwerks Films. Man ist geneigt des Wort Meisterwerk zu verwenden und nur irgendwo in der unabdnglichen Nichtigkeit Krtik zu üben. Kaum ein anderer japanischer Film der letzten Jahre ist derart prall, intensiv und zauberhaft umgesetzt. Sono lässt den Zuseher in eine komplexe Bilderorgie, mit unabsehbaren Ausgang abtauchen und dabei weder Ideen aus noch viel Spielraum für etwaige Kritik. “Love Exposure” ist das epischste japanische Filmwerk des 21 Jahrhunderts, gut, etwas vergleichbares in Sachen Spielfilmlänge gab es seit Shinji Aoyamas “Eureka“ nicht mehr, dennoch steht “Love Exposure” durch seine raffinierte unf prägnante Erzählstruktur, der verworrenen aber sinnigen Handlungfäden und der formal einwandfreien Umsetzung ganz alleine auf weiter Flur.
Das faszinierendste an Sonos Filmwerk ist seine unglaubliche Schnelllebigkeit. Man merkt dem Film seine 236 Minuten Spielzeit nicht an. Nach nur wenigen Sekunden wird der Zuseher zum Bilderjunkie. Bilder ergeben Geschichten, Geschichten die Bilder und irgendwo dazwischen zwingt Sono seine Protagonisten zum Äußersten und veranschaulicht so eine Liebesgeschichte die kaum besser und ehrlicher eingefangen werden kann. Wahnwitzige Handlungsstränge und famose Darbietungen verbinden sich zu einem kantigen Kinokonstrukt und ergeben dann den 4 stündigen Bilderwahn der schließlich die Geschichte rund um Yu nd Yoko erzählt. Irgendwie unfassbar einfach, irgendwie schlüssig und verbogen aber irgenwie fast genial. Filmkunst am Zenit.
SN



[…] Etwas in Eile: In zwei Stunden geht mein Flug nach Indonesien. Daher: Hier noch schnell meine Zeilen über Sono Sions 237 Minuten Epos - Love Exposure. […]