Honokaa Boy (ホノカアボーイ)
Honokaa boi; ホノカアボーイ, Japan, Drama, 2009
- Regie: Atsushi Sanada
- Darsteller: Masaki Okada, Chieko Baisho, Jun Hasegawa, Eri Fukatsu, Yu Aoi
Der japanische Student Leo (Masaki Okada) reist mit seiner Freundin Kaoru (Yu Aoi) nach Hawaii. Sie suchen einen sagenumwobenen Regenbogen. Doch am Ende der Reise gehen sie getrennte Wege - und Leo kehrt schon bald auf die Insel zurück. Er lässt sich im Ort Honokaa nieder, der primär von Japanern bewohnt wird, und arbeitet als Vorführer im idyllischen Kino. Schon bald freundet er sich mit der Rentnerin Bee (Chieko Baisho) an, die ihm jeden Tag Essen kocht. Und er lernt Mariah (Jun Hasegawa) kennen …
Schon vier Jahre ist es her, seit Chieko Baisho zuletzt im Kino zu sehen war. Mit mittlerweile 68 Jahren kehrt sie unspektakulär zurück - doch jeder Anblick dieser zauberhaften kleinen Schauspielerin ist eine Freude. Kenner der japanischen Filmszene ordnen Cheiko Baisho natürlich umgehend dem Oeuvre von
Der eigentliche Hauptdarsteller ist freilich ein anderer - der junge Masaki Okada (A Gentle Breeze in the Village). Er hält mit seiner erfahrenen Co-Darstellerin bestens mit und geht in der relaxten Rolle des freundlichen jungen Weltenbummlers bestens auf. Romantische Unterstützung gibt es kurz von Superstar Yu Aoi (Tokyo!) und etwas länger dann vom Schauspiel-debütierenden japanisch-amerikanischen Model Jun Hasegawa.
Sie alle bekommen unter der Regie von Atsushi Sanada (”All About My Dog”, 2005) viel Raum, sich zu verwirklichen. Meistens mit nur kleinen Gesten, aber stets emotional überzeugend. Süss etwa, wie Chieko Baisho sich ein gelb leuchtendes Kleid kauft und damit um den essenden Masaki Okada herumtänzelt, um seine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Charmant auch die Annäherung zwischen Okada und der hübschen Jun Hasegawa.
Wer auf Action, Spannung oder Dramatik hofft, der wird hier freilich nicht fündig werden. Vielmehr reiht sich “Honokaa Boy” in die Liste jener sympathischen und entspannten japanischen Werke ein, in denen vordergründig nur wenig passiert, aber dafür Charaktere erschaffen werden, mit denen sich mitfühlen lässt - wie etwa Koisuru Madori oder mehr noch “Glasses”, der ebenso auf einem Eiland spielt und das Zusammenleben zwischen Jung und Alt zum Thema hat.
Meisterhaft ist das vielleicht nicht - zumal “Honokaa Boy” ein wenig lang und beliebig ist. Ausserdem dürfte der Absonderlichkeitsfaktor noch etwas höher sein, da bis auf ein paar alte Nebenfiguren am Anfang alles in relativ simplen Bahnen bleibt. Aber was solls, wenn der Film nicht mitreissend oder perfekt ist. Denn einfach nur schön ist er allemal!
Marco



[…] von Okada Masaki verkörpert - dies ist zugleich seine erste große Filmrolle. Die Kritik ist hier zu […]